Als Metall findet man Strontium im Alltag nicht einfach herumliegen. Aber seine Verbindungen werden in den unterschiedlichsten Dingen verwendet – von Fernsehbildschirmen über Zahnpasta bis hin zu den Feuerwerkskörpern, die man sieht.
Strontiumcarbonat für Feuerwerkskörper und Signalraketen
Die Herstellung von leuchtend roten Feuerwerkskörpern und Signalraketen ist wohl die bekannteste Verwendung von Strontium. Verbindungen wie Strontiumnitrat-Pulver und Strontiumcarbonat-Pulver brennen mit einer brillanten roten Flamme – manchmal karminrot oder scharlachrot.
Bereits im Ersten Weltkrieg wurde Strontium zur Herstellung von Signallichtern, Feuerwerkskörpern und Leuchtgranaten verwendet. Noch heute fließen etwa 30 % der Strontiumverbindungen in Feuerwerkskörper ein. Wenn Sie jemals violette Feuerwerkskörper sehen, enthalten diese wahrscheinlich Strontiumsalz in Kombination mit Kupfersalz (das blaues Licht abgibt).
Strontiumaluminat für langlebige Leuchtstoffe
Strontium erzeugt nicht nur rotes Licht, sondern kann auch grün oder blau leuchten. Das ist einer anderen Verbindung zu verdanken, dem Strontiumaluminat. Dieser Stoff absorbiert und speichert Licht und gibt es dann im Dunkeln langsam wieder ab, wobei er ein langanhaltendes grünes oder blaues Leuchten erzeugt.
Es ist ungiftig, ungefährlich und enthält keine radioaktiven Materialien. Das verschafft ihm einen großen Vorteil gegenüber anderen Leuchtstoffen wie Zinksulfid oder Radium. Heutzutage ist es das am weitesten verbreitete Hochleistungs-Leuchtmaterial überhaupt – es findet sich in Sicherheitsschildern, Notausgangsmarkierungen, Leuchtspielzeugen, Uhren, Haushaltswaren, Keramikkunstwerken, Industrieetiketten und vielem mehr.
Strontium für elektronische Bildschirme
Die wichtigsten Strontiumverbindungen, die in Bildschirmen verwendet werden, sind Strontiumcarbonat und Strontiumoxid. Sie werden in zwei verschiedenen Bildschirmtechnologien eingesetzt: LCDs und den altmodischen Kathodenstrahlröhren (CRTs).
In LCD-Glassubstraten wird hochreines oder elektroniktaugliches Strontiumcarbonat verwendet. Dank der einzigartigen physikalischen und chemischen Eigenschaften von Strontium trägt es zur Verbesserung der Klarheit, Stabilität und mechanischen Festigkeit des Glases bei.
In älteren CRT-Bildschirmen wird Strontiumoxid verwendet. Es ist ein wichtiger Bestandteil des Frontglases. Es absorbiert die Röntgenstrahlung, die entsteht, wenn Elektronenstrahlen auf den Bildschirm treffen, und trägt gleichzeitig zur Verbesserung der Bildschärfe bei.
Aber als Flachbildschirme – wie hochauflösende LCDs und Plasmabildschirme – die voluminösen CRT-Fernseher ersetzten, sank die weltweite Nachfrage nach Strontium.
Strontiumferrit für starke Magnete
Strontiumferrit ist ein keramischer Werkstoff, der aus Strontium- und Eisenoxiden hergestellt wird. Er wird zur Herstellung kostengünstiger, stabiler Permanentmagnete verwendet. Die Magnetdichtungen an Ihrer Kühlschranktür oder die Lautsprecher in Ihrem Auto? Sie könnten durchaus Strontiumferrit enthalten.
Strontiumchlorid für die Zahnpflege
Wenn Sie jemals Zahnpasta für empfindliche Zähne verwendet haben, sind Sie wahrscheinlich bereits mit Strontium in Berührung gekommen. Einige Zahnpasten für empfindliche Zähne enthalten Strontiumchlorid. Es wirkt, indem es die winzigen freiliegenden Kanälchen im Zahnbein verschließt und so äußere Reize wie Kälte, Wärme oder saure Geschmäcker blockiert – und damit das stechende Gefühl der Überempfindlichkeit reduziert.
Abschließend
Mit der rasant fortschreitenden Technologie tauchen immer wieder neue Anwendungen für Strontium auf. So kann Strontiumpulver beispielsweise die Batterieleistung verbessern, die Energiespeicherdichte erhöhen, Strontium-Aluminium-Legierungen verbessern und zur Abgasreinigung von benzinbetriebenen Motoren beitragen. Deshalb findet es allmählich seinen Weg in aufstrebende Industrien wie Legierungen, Optoelektronik, Pigmente, Füllstoffe, Tinten, strontiumglasierte Keramiken, die elektrolytische Zinkherstellung und die Metallurgie.
Stanford Advanced Materials (SAM)bietet ein breites Spektrum an Strontiumverbindungen an, um allen Arten von industriellen Anforderungen gerecht zu werden.

